Die Honigbiene
Beschreibung
Die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein staatenbildendes Insekt, das in großen Bienenvölkern lebt. Ein Volk besteht aus einer Königin, vielen Arbeiterinnen und einigen Drohnen. Honigbienen sind für ihre charakteristische gelb-schwarze Färbung, ihren Stachel und ihr komplexes Sozialverhalten bekannt. Sie sammeln Nektar und Pollen, kommunizieren über den Schwänzeltanz und spielen eine zentrale Rolle bei der Bestäubung vieler Pflanzenarten.
Information zur Herkunft & Geschichte
Die Honigbiene stammt ursprünglich aus Europa, Afrika und Teilen Westasiens. Schon vor über 9.000 Jahren nutzten Menschen wild lebende Bienen, wie Höhlenzeichnungen aus Spanien zeigen. Die systematische Imkerei begann im Alten Ägypten, wo Bienen in Tonröhren gehalten wurden. Im Mittelalter verbreitete sich die Hausbienenhaltung in ganz Europa. Später brachten Siedler die westliche Honigbiene nach Nord- und Südamerika, wo sie zuvor nicht vorkam. Heute ist sie weltweit verbreitet, jedoch durch Umweltveränderungen und Krankheiten wie die Varroamilbe bedroht.
Nutzung
Honigbienen liefern verschiedene Produkte: in erster Linie Honig, aber auch Wachs, Propolis, Pollen und Gelee Royale. Für die Landwirtschaft sind sie enorm wichtig, da sie zahlreiche Nutzpflanzen bestäuben und so Erträge sichern. Rund ein Drittel unserer Lebensmittel hängt direkt oder indirekt von ihrer Bestäubungsleistung ab. Neben der Produktion tragen Honigbienen auch zum Schutz der Biodiversität bei.
